Wissenswertes rund um schutzwürdige Kulturgüter

Jul 7, 2020 | Denkmalimmobilien

Beim Thema Kulturgüter kommt die Welterbeliste ins Spiel: Auf Antragstellung der UN-Mitgliedsstaaten führt die Unesco (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization/Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur) Kulturgüter und Landschaften auf, die es zu schützen gilt. Beispiele für Unesco-Welterbe in Deutschland sind: der Kölner Dom, das Gartenreich Dessau-Wörlitz, das Obere Mittelrheintal, die Altstädte von Stralsund und Wismar, die Berliner Museumsinsel und die ebenfalls in Berlin befindliche Gartenstadt Falkenberg sowie die Hufeisensiedlung (Neukölln).

Deutschland und seine Kulturgüter

In Deutschland widmet sich u. a. der Denkmalschutz den Kulturgütern. Doch was bedeutet Denkmalschutz der Definition nach? Der Denkmalschutz schützt die Kulturgüter, sprich Kulturdenkmäler und kulturhistorisch bedeutende Anlagen. Er will verhindern, dass Denkmäler verfälscht werden, Schaden nehmen oder einer Zerstörung anheimfallen. Seine übergreifende Aufgabe ist es, Kulturgüter langfristig zu erhalten. Das deutsche Denkmalrecht bestimmt die Definition des Denkmalschutzes und seinen Aktionsspielraum. Aktivitäten für die Pflege von Kulturdenkmälern laufen unter dem Begriff Denkmalpflege.

Kulturgüter und Steuerermäßigung

Steuerzahler können die Instandsetzungsarbeiten an schutzwürdigen Kulturgütern im Inland als Sonderausgaben bei der Steuer geltend machen (vgl. § 10g EStG). Jedoch muss dies ein Objekt betreffen, dass nicht zur Einkunftserzielung oder als eigene Wohnung gedacht ist. Sofern die Kosten die öffentlichen oder privaten Mittel oder die aus diesem Kulturgut generierten Einkünfte überwiegen, kann der Eigentümer sie mit Beginn des Jahres, indem die Instandsetzung beendet wird, über zehn Jahre hinweg zu jährlich 9 Prozent als Sonderausgaben abschreiben.

Als schutzwürdige Kulturgüter in diesem Kontext gelten Gebäude oder Teile derselben, die gemäß den Gesetzen des betreffenden Bundeslandes Folgendes darstellen:

  • ein Baudenkmal oder eine Einheit einer geschützten Gebäudeansammlung oder Anlage
  • eine Gartenanlage, bauliche und anderweitige Anlage
  • Möbel, Kunstobjekte, wissenschaftliche Sammlungen, Bibliotheken oder Archive, die für die Öffentlichkeit relevant sind.

Um in diesem Bereich Steuervergünstigungen zu genießen, ist es unabdingbar, einen Antrag für eine Bescheinigung der zuständigen Denkmalbehörde vor Sanierungsstart zu stellen und diese im Zusammenhang mit der Steuer anzubringen.

 

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