Was bedeutet die Spekulationsfrist bei Immobilien?

Jul 9, 2020 | Denkmalimmobilien

Bei Veräußerungen im Immobilienbereich beläuft sich die Spekulationsfrist auf zehn Jahre. Im Klartext bedeutet dies, dass Sie den potenziellen Gewinn aus dem Verkauf einer Immobilie nicht zu versteuern brauchen, wenn der Zeitraum zwischen dem Kauf oder dem Bau derselben und dem Weiterverkauf zehn Jahre oder mehr beträgt. Um diese Frist korrekt zu berechnen, gilt immer das Datum der Beurkundung der entsprechenden Kaufverträge.

Falls Sie Ihr Objekt im Rahmen der ersten zehn Jahre nach Erwerb oder Bau veräußern, wird dies als ein Spekulationsgeschäft gewertet und Sie müssen dafür Steuern entrichten, die über Ihre Einkünfte berechnet werden.

Eigennutzung

In dem Fall, dass Sie im Jahr des Verkaufs und den zwei Jahren zuvor in der betreffenden Immobilie gelebt haben (Eigennutzung), dürfen Sie das Objekt danach veräußern, ohne dass der Fiskus Steuern verlangt. Hierbei werden die Randjahre der Dreijahresfrist angerechnet, ohne dass sie – mit Ausnahme des mittleren Jahres – vollständig ausgefüllt werden müssen.

Höchstens drei Objekte verkaufen

Ratsam ist immer, unter der Anzahl von drei verkauften Immobilien zu bleiben. Andernfalls stellen Sie für das Finanzamt einen gewerblichen Immobilienhändler dar und unterliegen der entsprechenden Steuerpflicht.

Immobilie bewerten lassen

Sie möchten Ihr Haus, Ihre Wohnung oder Grundstück in Bälde veräußern? Dann lautet ein guter Tipp, das Objekt im Vorfeld des Anbietens bewerten zu lassen. So erfahren Sie, ob Sie Spekulationssteuer entrichten müssen und wie hoch diese wahrscheinlich ausfällt, zudem erhalten Sie die Information, welchen Wertgewinn Ihre Immobilie noch einbringt.

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