Wann lohnt sich eine Denkmalimmobilie?

Jul 27, 2020 | Allgemein

Lohnt sich der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie?

Geldanlagen, die wirklich profitabel sein sollen, sind grundsätzlich langfristig zu gestalten. Das gilt beim Kauf von Immobilien ebenso wie beim Aktienkauf. Immobilien sind in der Regel immer eine sichere Geldanlage. Entscheidet man sich für eine denkmalgeschützte Immobilie, dann sollte man mindestens 15 Jahre einplanen. Verkauft man früher kann es zu finanziellen Verlusten kommen.

Wer plant sein Geld zu investieren und sich für eine denkmalgeschützte Immobilie entscheidet, will seine Immobilie vermieten. Nur selten wohnen Investoren in der eigenen Immobilie. Bei einer vermieteten Immobilie sollten sich Kosten durch die Nettomieteinnahmen in einem Zeitraum von 24 Jahren decken lassen. Etwa 2,5 % bis vier Prozent sollte der Quotient zwischen Jahreskaltmiete zum Kaufpreis betragen. Dieser Quotient sollte bei der denkmalgeschützten Immobilie höher sein. Grundsätzlich lohnt sich der Kauf einer unter Denkmalschutz stehenden Immobilie für die Geldanleger, die ihr Geld langfristig investieren und dabei die höchstmögliche Rendite erreichen wollen.

Steuervorteile

Wie bei jeder Geldanlage nutzen Investoren die steuerlichen Vorteile so weit als möglich. Wer eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie kauft, sie vermietet kann sich steuerlich Vorteile sichern, wenn er die Immobilie saniert. Die Kosten können in der Rubrik Werbungskosten der Einkommenssteuererklärung mehr als zwölf Jahre abgeschrieben werden. Bei dieser besonderen Abschreibung kann der Investor in den ersten acht Jahren neun Prozent der Kosten für Sanierung oder Modernisierung als Werbungskosten absetzen, in den weiteren vier Jahren sind es immer noch sieben Prozent. Dies bedeutet, durch die Abschreibungen im Bereich Werbungskosten der Einkommenssteuererklärung können die Kosten für die Sanierung oder Modernisierung ausgeglichen werden.

Bei Immobilien, die vermietet werden sollen, werden die Anschaffungskosten der Immobilie nach der Afa (Abschreibung für Abnutzung) abgeschrieben. Die Höhe der Abschreibung richtet sich nach dem Baujahr der Immobilie. Üblicherweise ist die Dauer der Abschreibung auf den Zeitraum zwischen 40 und 50 Jahren begrenzt, bei denkmalgeschützten Immobilien, die vor 1925 erbaut wurden, beträgt die Afa jährlich 2,5 Prozent und kann über 40 Jahre erfolgen.

Eigennutzung der Immobilie

Erwerben sie eine Immobilie die unter Denkmalschutz steht bleibt es ihnen überlassen, ob sie die Immobilie vermieten oder selbst nutzen. Bei Eigennutzung profitieren sie ebenfalls von den steuerlichen Vorteilen. Für die Sanierung können sie die Steuervorteile nutzen. Über einen Zeitraum von zehn Jahren können die Kosten für die Sanierung über die Werbungskosten steuerlich abgeschrieben werden. Damit können etwa 90 Prozent der Kosten für die Investition von Steuer zurückgeholt werden.

Für wen lohnt sich der Kauf

Immobilien sind immer gute Geldanlage. Doch für wen lohnt es sich eine denkmalgeschützte Immobilie zu kaufen? In erster Linie für den Personenkreis, der langfristig investieren will. Langfristig bedeutet, dass sie als Eigentümer einer unter Denkmalschutz stehende Immobilie diese mindestens 15 Jahr behalten. Es ist allerdings besser, wenn sie die Immobilie länger behalten, denn erst nach etwa 24 Jahren lässt die Immobilie über Einnahmen der Nettomiete amortisieren.

Wer seine denkmalgeschützte Immobilie schneller verkauft muss mit finanziellen Einbußen rechnen. Das liegt daran, dass der nächste Eigentümer von den steuerlichen Vorteilen nicht mehr profieren kann. Dies ist in der Regel ein Grund, warum die Immobilie nicht zum gewünschten Preis verkauft werden kann.

Denkmalschutzimmobilien erwerben

Immobilien, die unter Denkmalschutz stehen, haben ihren Standort in der Regel in der Stadtmitte. Es gibt allerdings auch denkmalgeschützte Immobilien, die außerhalb der Städte stehen. Deshalb ist es wichtig, dass sie die Lage der Immobilie genau im Blick haben. In vielen Städten gibt es denkmalgeschützte Immobilien, die zum Kauf stehen. Meist kämpfen diese Städte aber mit der Abwanderung ihrer Bürger, was zu sinkenden Einwohnerzahlen führt.

Bevor sie eine unter Denkmalschutz stehende Immobilie kaufen richten sie ihren Blick auf die Infrastruktur. Gibt es in der Stadt oder Umgebung viele Arbeitsplätze und Freizeitangebote. Befindet sich die Immobilie in der Stadt schauen sie nach, ob sich in der Nähe Arztpraxen, Schulen und Einzelhandelsgeschäfte befinden. Jeder Ort kann sich aufgrund seiner vorhandenen Infrastruktur positiv oder negativ entwickeln. Die Entwicklung hat aber auch Auswirkungen auf den Kaufpreis. Als Kapitalanlage sind Altbauten besonderen in den Metropolen wie Berlin oder Frankfurt am Main sehr beliebt. Dort gibt es ausreichend Arbeitsplätze und damit auch solvente Mieter, welche Wohnungen in Häusern, die unter Denkmalschutz stehen, mieten und auch bezahlen können. Denkmalschutzimmobilien haben Charme, für den die Mieter bei der Höhe der Miete auch mal gerne tiefer in die Tasche greifen.

 

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