Staatliche Förderung Denkmalimmobilien

Jul 9, 2020 | Denkmalimmobilien

Städtischer Lebensraum liegt im Trend

In Deutschland ziehen die Städte als Lebensraum immer mehr Menschen an. Bis vor rund 20 Jahren wohnten Familien bevorzugt im urbanen Umland und Singles eher in der Stadt. Hingegen leben heutzutage auch Familien gerne in der City. Und als Single im städtischen Lebensraum zu wohnen, ist für viele Leute keine Übergangslösung mehr, sondern ein Dauerzustand – Tendenz steigend.

Weshalb wohnen Menschen gern in der Stadt?

Aus vielen Gründen schätzen Menschen den städtischen Lebensraum: In einem solchen Umfeld finden sich zahlreiche Unternehmen jeder Größenordnung und somit potenzielle Arbeitgeber. Zudem ist das Angebot an Schulen, Universitäten und weiteren Bildungsinstituten jeder Ausrichtung breit gefächert.

Des Weiteren kommen Jung und Alt in der Freizeit auf ihre Kosten. Seien es Kulturspielarten jeder Art – Kino, Theater, Oper, Konzerte, Museen –, oder Sportveranstaltungen, Gastronomie etc.: Eine breite Palette an Abwechslung lädt zur Nutzung ein. Darüber hinaus kann der Sportfan aus mehreren Fitnessstudios wählen, die häufig unweit des eigenen Zuhauses liegen. Und die Erholung im Grünen ist in allen Städten in Parks möglich, außerdem kann man bei Bedarf schnell mal in die Natur im Umland fahren.

Nicht zu unterschätzen ist auch die flächendeckende medizinische Versorgung im städtischen Lebensraum. Wenn man schnell mal zum Arzt muss, ist Hilfe nicht weit. Auf dem Land ist es hingegen schwieriger, rasch einen Termin in der passenden und naheliegenden Praxis zu bekommen. Außerdem benötigen Menschen nicht nur Ärzte, sondern auch Physiotherapeuten, Psychotherapeuten und andere Gesundheitsangebote – im urbanen Umfeld haben sie auch hier eine große Auswahl und finden immer die individuell richtige Behandlung.

Verkehrssituation und Immobilienmarkt

In puncto Verkehr bringt das Leben auf dem Land es oft mit sich, dass der Mensch viel Sprit auf dem langen Weg zur Arbeit oder zum Freizeitvergnügen verfährt. Und in Zeiten der ökologischen Achtsamkeit macht sich ein hoher Benzinverbrauch schlecht angesichts des CO2-Fußabdrucks. Natürlich gibt es auch Bahn und Bus, doch umständliche Verbindungen und häufige Verspätungen machen es schnell zum zweifelhaften Vergnügen, jeden Tag vom Land in die Stadt pendeln zu müssen.

Im Hinblick auf den Immobilienmarkt zahlt es sich aus, Wohnraum in der Stadt zu besitzen: Die Nachfrage wächst stetig, und das Angebot ist knapp. Daher können die Inhaber von Häusern oder Wohnungen oft hohe Renditen beim Verkauf einstreichen.

Für Liebhaber von Denkmalbauten besteht im urbanen Raum grundsätzlich ein breiteres Angebot als auf dem Land. Insbesondere in Großstädten befinden sich Baudenkmäler, die Investoren hohe Renditen einbringen.

Ein Tipp für angehende Immobilienkäufer im städtischen Lebensraum lautet: geduldig suchen, den eigenen Bedarf genau checken und einen erfahrenen Berater einbinden. In der Stadt ein passendes Objekt zu finden, kann einige Monate in Anspruch nehmen.

Staat fördert städtischen Lebensraum

Schon seit Jahren kurbelt der Staat Programme zur Stadtentwicklung an. Um den Städtebau zu unterstützen, bewilligte der Bund den Ländern insgesamt 790 Millionen Euro (Verpflichtungsrahmen) in 2019 – als kräftige Finanzspritze für diese Projekte:∙

  • Soziale Stadt∙
  • Stadtumbau∙
  • Städtebaulicher Denkmalschutz
  • Aktive Stadt- und Ortsteilzentren∙
  • Kleinere Städte und Gemeinden – überörtliche Zusammenarbeit und Netzwerke∙
  • Zukunft Stadtgrün

Dass der Staat Städtebaufördermittel auf den Weg bringt, zieht auch Anstoßwirkungen nach sich, wie Analysen belegen. Demzufolge löst die Städtebauförderung von Bund und Ländern das Siebenfache im Bereich der privaten und öffentlichen Investitionen aus. Zu betonen sind hierbei die wirtschaftlichen Wertschöpfungen in den Städten, die sich vor allem für den Mittelstand als hilfreich erweisen.

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