Renovierung alter Gebäude: Denkmalschutz Immobilien

Jul 7, 2020 | Denkmalimmobilien

Alte Gebäude mit Herz, Verstand und dem richtigen Partner renovieren

Ohne Zweifel erobern alte Häuser durch ihre Ausstrahlung und ihren historischen Wert schnell die Herzen von Interessenten. Im Allgemeinen gelten Immobilien, die vor über 50 Jahren erbaut wurden, als alt. Somit sind dies Gebäude mit einem Baujahr vor 1970, sie machen etwa die Hälfte des Gesamtbestands aller Wohnobjekte aus. Grundsätzlich sollten Sie als Interessent in puncto Altbausanierung die Bauweise eines Hauses beachten, die von dessen Baujahr abhängt. So wurde beispielsweise ein Objekt, das 100 Jahre im Gemäuer hat, völlig anders errichtet als eins in den 60er-Jahren.

Denkmalgeschützte Immobilien

Wenn Sie ein altes Haus kaufen, das ein Baudenkmal darstellt, liegt es bei Ihnen, sich bezüglich der Auflagen schlau zu machen. Denn bei Baudenkmälern gilt es, den spezifischen Vorgaben bei der Sanierung zu folgen. Bei Fachwerkhäusern z. B. muss man die Fassade original beibehalten – die Bauarbeiten gehen hier schnell ins Geld.

Ihr Kontakt für Sanierungen von Denkmalgebäuden ist im ersten Schritt die untere Denkmalschutzbehörde, die z. B. die Kommune repräsentiert. Falls erforderlich, leitet man Sie von dort an die obere Denkmalschutzbehörde weiter.

Das Denkmalamt muss die Arbeiten an Ihrem Baudenkmal freigeben, zu diesen gehören u. a.:

  • Abreißen und Anbauen
  • Außenmauern streichen
  • Putz erneuern
  • Einbau neuer Fenster
  • Dach sanieren
  • Dachgeschoss erweitern
  • Am Fachwerk arbeiten

Des Weiteren muss auch der Innenausbau oft genehmigt werden, falls es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, auch wenn dies nur anteilig zutrifft. Geht es um Vertäfelungen, Türen oder Stuck muss dies in der Regel ein Mitarbeiter der Denkmalschutzbehörde in Augenschein nehmen. Nicht denkmalgeschützte Teile eines Hauses, das ansonsten unter diesem Schutz steht, können Sie nach Lust und Laune renovieren.

Ein Tipp bezüglich der Anträge beim Denkmalamt: Anträge an öffentliche Stellen sollten Sie stets am Jahresanfang übermitteln, da die Ämter dann noch über ihr Jahresbudget verfügen. Sobald dieses aufgeteilt wurde, kommen Sie als Antragsteller zu spät für das betreffende Jahr.

Herausforderungen alter Bausubstanz

Hier einige beachtenswerte Punkte zu möglichen Baumängeln:

  • Schäden an der Substanz wie z. B Setzungsrisse am Gebäude, Feuchtigkeit, Hausschwamm oder Schädlingsbefall
  • Schimmelbefall: Schäden dieser Art sind nicht unbedingt direkt zu erkennen, allerdings verbreitet Schimmelbefall einen unangenehmen Geruch.
  • Heizung veraltet: Die Energieeinsparverordnung (EnEV) verpflichtet dazu, vor 1984 eingebaute Heizkessel auszuwechseln. Seit 1985 dürfen Heizungsanlagen höchstes 30 Jahren ihren Dienst tun, davon ausgenommen sind Brennwert- und Niedertemperaturkessel.
  • Asbest: Wenn dieses Baumaterial verwittert, ist es stark gesundheitsschädlich.
  • Wasserleitungen: Wenn z. B. an Verschraubungen Kalkspuren zu sehen sind, kann man davon ausgehen, dass die Wasserleitung insgesamt verkalkt ist. Dann kann es zu einem Wasserrohrbruch kommen, falls die Leitung auch verrostet ist. Ferner sind Bleileitungen auszuwechseln.
  • Elektroinstallationen: Diese dürfen nicht veraltet sein. Dazu sind diese Installationen einem Check zu unterziehen. Es müssen sich genug Schaltkreise und ein FI-Schalter im Haus finden.

Arbeiten Sie nur mit Kennern zusammen

Ein altes Haus bzw. Baudenkmal einfach auf eigene Faust auszusuchen, zu kaufen und renovieren, kann unerwünschte Überraschungen mit sich bringen, die für Laien nicht sofort erkennbar sind. Ein wichtiger Tipp lautet deshalb, bei Ihrem Baudenkmalprojekt von Anfang an Experten einzubinden, die auch Mängeln schnell auf die Spur kommen. Wir von der Deutschen Monumentum sind Ihr Partner in allen Belangen des Denkmalerwerbs – von der Auswahl, Besichtigung, Finanzierung, vertraglichen Begleitung und Sanierung bis zur Schlüsselübergabe.

Stellen Sie uns all Ihre offenen Fragen im Denkmalbereich.

 

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