Grunderwerbsteuer Hamburg

Aug 26, 2020 | Grunderwerbsteuer

In der Hansestadt Hamburg liegt der Steuersatz für die Grunderwerbsteuer bei 4,5 %. Die Grunderwerbsteuer ist erst seit 2006 eine Ländersteuer, zuvor war sie eine Bundessteuer, deren Steuersatz vom Bund bestimmt wurde und bei 3,5 % lag. Die Hansestadt erhöhte die Grunderwerbsteuer bislang nur einmal und zwar zum 01.01.2011 auf 4,5 %, dem aktuellen Steuersatz. Noch hat Hamburg nicht mehr an der Steuerschraube gedreht, denn immerhin bescherte die Grunderwerbssteuer dem Hamburg im Jahr 2019 etwa 551,0 Mio. Euro.

Seit 2006 ist die Grunderwerbsteuer Ländersache, deshalb sind in den verschiedenen Bundesländern auch teilweise andere Steuersätze vorhanden.

Der Kaufvertrag für bebaute und unbebaute Grundstücke wird von einem Notar erstellt, dokumentiert und beglaubigt. Mit der Rechtsgültigkeit des Kaufvertrags entsteht die Grunderwerbsteuer. Der Notar ist nach Abschluss des Kaufvertrags verpflichtet Informationen über den Kaufvertrag und den beteiligten Parteien an das zuständige Finanzamt, den Behörden und Gerichten weiterzugeben. Im Kaufvertrag wird auch festgelegt wer die Grunderwerbsteuer bezahlt. In der Regel übernimmt die Zahlung der Grunderwerbsteuer der Käufer; das Finanzamt schickt deshalb den Steuerbescheid auch an den Käufer. Bezahlt der Käufer die Steuerschuld nicht kann das Finanzamt den Verkäufer zur Zahlung der Grunderwerbsteuer auffordern. Rein rechtlich haften Käufer und Verkäufer als Gesamtschuldner für die Zahlung der Grunderwerbsteuer.

Besteuerung

Zuständig für die Besteuerung der Grunderwerbsteuer ist das Finanzamt, in dessen Bezirk sich das gekaufte Grundstück befindet. Unter Grundstück werden im Grunderwerbsteuergesetz bebaute und unbebaute Grundstücke bezeichnet sowie Anteile an Grundstücken (Eigentumswohnungen). Dieser Faktor ist besonders für Anleger wichtig, die das Grundstück nicht selbst nutzen wollen und in einem anderen Finanzamtsbezirk ansässig sind.

Basis für die Berechnung der Grunderwerbsteuer ist neben dem aktuell gültigen Steuersatz der Kaufpreis. Dabei werden vom Finanzamt verschiedene Kosten und Leistungen, aber auch Nutzungs- und Wohnrecht, die vom Verkäufer vorbehalten werden, berücksichtigt.

Erst wenn die Grunderwerbsteuer bezahlt ist wird das Finanzamt eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung an den Notar und an das Grundbuchamt verschicken; damit steht dem Eintrag ins Grundbuchamt nichts mehr im Wege.

Die Berechnung der Grunderwerbsteuer ist beim Erwerb von denkmalgeschützten Immobilien wie auch bei nicht denkmalgeschützten Immobilien identisch. Kostet die Immobilie zum Beispiel 200.000 Euro, so werden 9.000 Euro Grunderwerbsteuer fällig.

Bei der Besteuerung von für unter Denkmalschutz stehende Immobilie macht der Gesetzgeber keinen Unterschied und berechnet die Grunderwerbsteuer genauso wie es für jede andere Immobilie üblich ist. Nach dem Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie gibt es für den Käufer steuerliche Vorteile sowie sehr günstige Kredite beispielsweise für die Renovierung oder Sanierung. Diese Vorteile machen den Kauf von Denkmalschutz-Immobilien attraktiv machen. Die Hansestadt blickt auf eine lange Geschichte zurück; aus dieser sind noch viele Bauwerke erhalten, die als Wohnraum genutzt werden.

Immobilien in der Hansestadt Hamburg direkt sind nicht billig, je nach Stadtteil liegen die Kaufpreise je nach Stadtteil pro m2 zwischen 3.443 Euro und 6.768 Euro. Für denkmalgeschützte Immobilien müssen Anleger etwas tiefer in die Tasche greifen, denn diese Immobilie sind optimale Kaufobjekte, die meist der Innenstadt liegen und eine optimale Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr haben. Auch an solventen Mietern fehlt es nicht, denn viele Menschen lieben denkmalgeschützte Immobilien, die mehr Wohnqualität als herkömmliche Wohnungen bieten. Für Kapitalanleger eine optimale Anlagemöglichkeit.

Zurück zur Übersicht