Finanzierung einer Denkmalschutzimmobilie

Jul 19, 2020 | Denkmalimmobilien

Die Finanzierung ist das Wichtigste, um in den Besitz einer denkmalgeschützten Immobilie zu kommen, denn nicht jeder Interessent verfügt über so große Summen auf dem Sparkonto. Nach dem Kauf der denkmalgeschützten Immobilie beschäftigt sich der Geldanleger mit den steuerlichen Vorteilen. Die Höhe der Zinsen ist ein wichtiger Faktor, ebenso die Laufzeit und die möglichen Sondertilgungen. Die Zinsberechnung und Entwicklung sind bei einer langfristigen Finanzierung zu berücksichtigen. Wir sind in diesem komplexen Bereich, als kompetente Immobilienmakler und Experten für Denkmalimmobilien behilflich. Alle Nebenkosten sind im Voraus zu berechnen, um plausible Kalkulationen und Planungen zu erstellen.

Der Kaufpreis enthält den Grundstückspreis; die Höhe der Sanierungskosten wird lediglich geschätzt. Zu den zu beachtenden Kaufnebenkosten gehören beispielsweise die Notar-Kosten, die Maklergebühren und die Grunderwerbsteuer. Die Höhe der Nebenkosten ist unterschiedlich, in der Regel wird von ungefähr 10 % des Kaufpreises gesprochen.

Schwankungen sind einzuplanen

Bei einem Projekt dieser Größe ist mit Schwankungen und unvorhersehbaren Ausgaben zu rechnen. Es ist daher empfehlenswert, einen größeren Kredit aufzunehmen, um einen finanziellen Puffer zu haben.

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Die herkömmlichen Finanzierungen wie Hypotheken- oder Bauspardarlehen sind jedem Verbraucher bekannt. Förderdarlehen sind demgegenüber die besten Lösungen, allerdings sind einige Voraussetzungen zu beachten. Unabhängig davon sind die unterschiedlichen Kreditarten mit ihren Vor- und Nachteilen zu prüfen. Dem Investor müssen sämtliche Risiken und eventuelle Zinserhöhungen bekannt sein, bevor eine Finanzierung realisiert wird.

Was ist zu bedenken

Die derzeitige Lebenssituation des Käufers ist zu bedenken, ebenso die finanziellen Umstände. Einige Alternativen sind durchaus in Betracht zu ziehen:

Die Förderung der KfW-Bank in Form von attraktiven Finanzierungsprogrammen ist interessant. Unter „Wohnraumförderung denkmalgerechte Sanierung: Kredit für Hausbesitzer“ oder „KfW-Effizienzhaus Denkmal“ offeriert KfW spezifische Finanzierungswege für Denkmalimmobilien.

Das derzeitige Zinstief für einen langfristigen Kredit ist ein wichtiger Eckpunkt. Niedrige Zinssätze bedeuten niedrige Nebenkosten, bezogen auf die Finanzierung. Die Auswahl des Kreditinstitutes ist sorgfältig durchzuführen, häufig sind Direktbanken günstiger, die Abwicklung der notwendigen Formalitäten verläuft unkomplizierter.

Der Immobilienmakler verfügt über nützliche Kontakte und ist häufig bei der Finanzierung einer Denkmalschutzimmobilie behilflich.

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung kann der Käufer aufgrund der Fakten selbst durchführen:

  • Die monatlichen Einnahmequellen dienen als Grundlage.
  • ist mit Einkommenssteigerungen zu rechnen?
  • kann sich die Steuerklasse ändern während der Laufzeit?
  • Ist mit Wertsteigerung der Immobilie zu rechnen?
  • können Mietpreiserhöhungen realisiert werden, falls die Immobilie vermietet werden soll?
  • Wie sieht der Tilgungsplan aus, wie die Restschuldentwicklung?
  • Können Sondertilgungen getätigt werden?
  • ist mit weiteren Sonderförderungen zu kalkulieren?

Bevor es zur Finanzierung der denkmalgeschützten Immobilie kommt, ist es sinnvoll, einen Gutachter zu beauftragen. In welchem Maße ist die denkmalgeschützte Immobilie sanierungsbedürftig. Die Auswahl der Kreditgeber ist begrenzt, da der Wiederverkauf möglicherweise schwieriger ist und die Banken dies auch berücksichtigen.

Ist die KfW als Finanzierungslösung empfehlenswert?

Der Kauf einer denkmalgeschützten Immobilie berechtigt, die Förderprogramme der KfW in Anspruch zu nehmen. Niedrige Finanzierungs- und Nebenkosten sind ein wichtiger Punkt, der ausschlaggebend ist. Die energieeffiziente Sanierung bedeutet bei einer denkmalgeschützten Immobilie eine erhebliche Wertsteigerung.

Wichtige Fakten der Finanzierung

Die Finanzierung muss gut durchdacht und kalkuliert werden, mögliche Vorteile sind zu beachten, einige Eckpunkte zu bedenken:

  • Die Möglichkeiten der Vermietung, falls kein Eigennutz besteht,
  • die auszuschöpfenden Steuervorteile,
  • Steuerersparnisse auf Basis der Sanierungskosten.

Die Ersparnisse, die sich aus dem Bereich Steuern ergeben, sind im ersten Jahrzehnt am höchsten.

Einige Banken spezialisieren sich auf Darlehen für denkmalgeschützte Immobilien. Spezielle deutlich bessere Konditionen gegenüber herkömmlichen Immobilien-Krediten wecken das Interesse des Investors. Der Finanzierungsrechner ist unentbehrlich, um den richtigen Finanzierungsweg zu finden. Allgemeine Fragen erleichtern die Auswahl. Die Kosten der unterschiedlichen Finanzierungsarten sind aufzulisten und zu vergleichen:

  • Summe der Raten,
  • Zinsen,
  • mögliche Tilgungen.
  • Restschuld zum Ende der Zinsbindung,
  • eventuell vorhandenes Eigenkapital ist zu verrechnen.

Die Grunderwerbssteuer, die Notar-Kosten, der Grundbucheintrag und die Maklerprovision sind Nebenkosten, die jedoch bei der Kreditaufnahme unbedingt einzuplanen sind. Es ist sinnvoll, die Darlehenssumme um diese Kosten zu erhöhen, um in keinen finanziellen Engpass zu geraten.

Finanzierungskonzept

Das individuelle Finanzierungskonzept besteht aus Darlehen, Tilgungszuschüssen, Unterstützung des Bundes und der Länder. Jeder Investor hat die Möglichkeit, eine denkmalgeschützte Immobilie ohne Eigenkapital zu kaufen; die Bonität wird selbstverständlich überprüft.

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