Denkmalgeschützte Immobilien

Jun 18, 2020 | Denkmalimmobilien

Immobilien in ansprechenden Lagen sind attraktive Kapital- und Altersvorsorgeanlagen. Schließlich kommt es selten zu negativen Preisentwicklungen. Insbesondere denkmalgeschützte Immobilien sind beliebte Kaufobjekte, denn sie ermöglichen attraktive Steuererleichterungen.

Warum eine denkmalgeschützte Immobilie kaufen?

Um für das Leben im Alter vorzusorgen, ist die Investition in Immobilien eine empfehlenswerte Entscheidung. Vor allem ist es dank der vielversprechenden Rendite sinnvoll, ein denkmalgeschütztes Objekt zu erwerben. Hierzulande stehen viele dieser Gebäude zum Kauf, mit guter Chance auf Wertsteigerung und gleichzeitig niedrigem Risiko. Oftmals bringt es mehr ein, in ein Baudenkmal zu investieren, als sein Geld in Aktien anzulegen.

Denkmalgeschützte Immobilien werden in der Denkmalliste geführt, wobei das Denkmalschutzgesetz die Kriterien für diese Aufstellung festlegt. Auf diese Weise wird die Absicherung aller Wohnobjekte gewährleistet, die eines außerordentlichen Schutzes bedürfen. Käufer von Denkmalschutzimmobilien können meist davon ausgehen, für Fördermittel qualifiziert zu sein – vorausgesetzt, sie beherzigen die gesetzlichen Bedingungen.

Merkmale von Baudenkmälern

Bei denkmalgeschützten Immobilien handelt es sich überwiegend um besonders aufwendig gestaltete Gebäude. Dabei spielt es eine Rolle, wie alt ein Gebäude ist – so bringen es manche Baudenkmäler auf weit über 100 Jahre.

Um als denkmalgeschützte Immobilie zu gelten, muss eine Objekt in der Denkmalliste der Denkmalbehörde stehen oder noch darin aufgenommen werden. Bei Erfüllung dieser Voraussetzung sind die Erhaltung eines solchen Gebäudes und seine Förderung meist abgesichert.

Vorzüge einer denkmalgeschützten Immobilie

Es kann großen Mehrwert bieten, eine solche Immobilie zu kaufen. Im Vergleich zu anderen Kapitalanlagen ist ihr Wert meist beständiger. Vor allem winken Steuererleichterungen. So können Besitzer staatliche Förderungen für ihr eingetragenes Denkmal erhalten. Denn der Staat ist in hohem Maße an der Pflege der Denkmäler interessiert. Sie können die oft hohen Ausgaben für die Sanierung bei der Steuer geltend machen.

Steuererleichterungen

Zu den Steuererleichterungen bei denkmalgeschützten Immobilien gehört z. B. die Abschreibung eines solchen Objekts mit je 2 Prozent bezogen auf 50 Jahre, wobei das Baujahr relevant ist. Hervorzuheben ist zudem die Denkmal AfA (Absetzung für Abnutzung) – diese bringt Personen, die Denkmalschutzimmobilien selbst bewohnen, über zehn Jahre hinweg als Gesamtsumme 90 Prozent der steuerlich akzeptierten Sanierungsausgaben ein, im Fall einer Kapitalanlage beläuft sich dieser Steuervorteil auf bis zu 100 Prozent über zwölf Jahre. Allerdings kann ein Käufer nur in vollem Maße von den Vergünstigungen des Fiskus profitieren, wenn er sein Baudenkmal vor Beginn der Instandsetzung erworben hat, weil er nur dann Bauherr ist. Wurde ein solches Wohnobjekt schon vorher instand gesetzt, kann der Besitzer die Kosten nicht mehr absetzen.

Denkmalschutzimmobilien erwerben

Nicht nur aufgrund von Steuervergünstigungen kaufen Personen solche Objekte, oft sind sie Liebhaber historischer Architektur. Doch ein Kauf ist immer gründlich zu bedenken. Mit einem Denkmal erwirbt man nicht irgendein Wohnobjekt, sondern eine bauliche Besonderheit, deren Flair es mit Engagement wieder hervorzubringen gilt.

Lage – auch bei Baudenkmälern das A und O

Dass die Lage entscheidend ist, weiß man allgemein auf dem Immobilienmarkt. Insbesondere mit dem Ziel vor Augen, ein Denkmal instand zu setzen, sollte der Käufer auf die Lage achten. So ist es weniger reizvoll, wenn solche Objekte z. B. in direkter Nähe zu einem weniger ansprechenden Neubaugebiet stehen. Vorzuziehen ist ein weniger zentraler Ort, der die Ästhetik der besonderen Immobilie betont.

Muss eine denkmalgeschützte Immobilie gut erhalten sein?

Weist ein altes Haus starke Schäden auf, sollte man sein Kapital hier besser nicht investieren. Es sollte eine solide Bausubstanz bestehen. Bei denkmalgeschützten Immobilien ist dies essenziell, denn als Käufer kann man diese nicht ohne Weiteres instand setzen, weil stets gesetzliche Bedingungen gelten.

Kann man ein Baudenkmal selbst instand setzen?

Manch ein Bauherr packt selbst mit an, um ein altes Gebäude zu renovieren, was bei einer denkmalgeschützten Immobilie jedoch einigen Aufwand bedeutet. Tatsächlich sollte hier besser nur derjenige mittun, der Erfahrung in diesem Bereich hat. Es besteht andernfalls die Gefahr des anteiligen oder kompletten Verlustes der Steuererleichterungen. Ratsam ist, für Arbeiten an einer denkmalgeschützten Immobilie Fachleute hinzuzuziehen.

Optionen der Finanzierung

Essenziel ist bei denkmalgeschützte Immobilien die Finanzierung – meist ist ein Kredit notwendig, den ein Käufer auf unterschiedliche Weise erhalten kann. Liegt seine Bonität im grünen Bereich, helfen Banken. Es ist ratsam, aus den verschiedenen Angeboten die geeigneten herauszusuchen. Falls die Finanzierung nicht so einfach durchführbar ist, lauten die Tipps, mehrere Anbieter oder aber einen Berater einzubinden. Stets ist zu beachten, dass man sich auf lange Zeit dem Finanzierungspartner verpflichtet.

Für denkmalgeschützte Immobilien gibt es verschiedene Finanzierungsoptionen: Bauspardarlehen, Hypothekendarlehen, KfW-Darlehen oder Angebote im freien Kapitalmarkt.

An erster Stelle sollte ein Überblick aller anstehenden Ausgaben erfolgen. Zu beachten ist hierbei, sogenannte versteckte Kosten zu vermeiden und möglichst genaue Zahlen zu erhalten. Anstehende Ausgaben sind hier:

  • Anschaffungskosten: Dies ist die Gesamtsumme für den Erwerb eines solchen Objekts. Darunter fallen Grundstückskosten sowie der Preis für das Haus und für die Sanierungsmaßnahmen.
  • Finanzierungsaufwand: Darunter fallen die Zinsen und Gebühren, die sich im Laufe der Sanierung sowie im Fall einer Vermietung summieren. Aufgrund der drastischen Abweichungen in diesem Bereich muss man hier detailliert rechnen.
  • Kaufnebenkosten: So wie bei anderen Immobilien kommt es im Laufe des Kaufs von Denkmalschutzobjekten zu finanziellen Aufwänden, wie Notarkosten, Grundbucheintragskosten und Zahlungen an Makler. Meist betragen diese Kosten 10 Prozent der Anschaffungskosten.

Ferner ist zu beachten, dass weitere Instandsetzungsmaßnahmen anfallen können. Dafür 1 bis 2 Prozent des Kaufpreises einzukalkulieren, ist ein guter Tipp.

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