Anhand § 10f EStG und § 7i EStG bei Denkmalimmobilien Steuern sparen

Jul 15, 2020 | Steuerersparnis

Mit Denkmalimmobilien Steuern sparen

  • 10f EstG

Im Paragraf 10f des Einkommensteuergesetzes ist eine steuerliche Begünstigung für Immobilien und Gebäude, die denkmalgeschützt sind, geregelt. Davon sind steuerpflichtige Bürger betroffen, die diese Immobilien zum Zwecke der Eigennutzung bewohnen. Der Gesetzgeber versteht unter einer Eigennutzung auch eine Überlassung der Wohnung, ohne dafür ein Entgelt zu erhalten, wenn die Immobilie zum Teil zur Eigennutzung bewohnt wird. Baudenkmale oder Gebäude in städtebaulichen Entwicklungsgebieten oder Sanierungsgebieten, sind von der steuerlichen Abziehung betroffen. Wenn der steuerpflichtige Bürger eine Aufwendung am Eigenheim vornimmt, welches denkmalgeschützt ist, so kann er dies gemäß § 10f EstG geltend machen. Im laufenden Kalenderjahr und nach Abschluss der baulichen Maßnahme und in den darauffolgenden neun Jahren, können bis maximal 9 Prozent von den Steuern für das laufende Jahr abgezogen werden. Diese Art der Steuerbegünstigungen ist allerdings nur dann erlaubt, wenn die Bestimmungen von § 7h gemäß EstG erfüllt sind. Dazu muss sich die Immobilie im städtebaulichen Entwicklungsbereich und in Deutschland, bzw. in einem klar definierten Sanierungsgebiet befinden. Auch Sonderausgaben können geltend gemacht werden. Eine Absetzung ist nur in dem Fall möglich, wenn der Inhaber des Gebäudes, der Immobilie, diese auch in dem betreffenden Jahr selbst bewohnt hat. Die Ansprüche können gemäß § 10f nur geltend gemacht werden, wenn der Steuerpflichtige keine Begünstigung nach § 10 e oder Eigenheimzulagengesetz einbezogen hatte.

  • 7i des Einkommensteuergesetzes, kurz EStG bezüglich Absetzungen bei Baudenkmalen

Der Inhaber eines Gebäudes, welches im Inland liegt und gemäß der geltenden landesrechtlichen Vorschriften, als Baudenkmal zu bezeichnen ist, kann gewisse Prozentsätze absetzen. Der Steuerpflichtige kann in Abweichung des § 7 Absatz 4 und 5 jährlich im Herstellungsjahr und den darauffolgenden sieben Jahren, abhängig vom Umfang und Art der erhaltenden Maßnahmen, bis zu 9 Prozent und in den vier Jahren darauf, immer bis zu 7 Prozent der Kosten für die Kosten der Baumaßnahmen, geltend machen. Dazu zählen auch Maßnahmen, die nach Umfang und Art der Gebäudeerhaltung als Baudenkmal, bzw. der sinnvollen Verwendung des Gebäudes genutzt haben. Diese Kosten können ebenso abgesetzt werden. Unter einer sinnvoller Nutzung versteht der Gesetzgeber, wenn die Immobilie auf eine Art genutzt wird, die die Substanz erhält und schützt. Bei einem im Inland gelegenen Gebäude, welches die Vorgaben bezüglich eines Baudenkmals erfüllt, können die Sätze 1 bis 2 in Anwendung gebracht werden. Wenn ein im Inland liegendes Gebäude oder ein Teil davon, nicht gänzlich die Voraussetzungen eines Baudenkmales erfüllt, aber zu einem Teil einer Gruppe von Gebäuden gehört, welche in der Gesamtheit nach den Vorschriften des Landes geschützt ist, so können dennoch Absetzungen vorgenommen werden. Der Steuerpflichtige kann dann, die Kosten der Baumaßnahmen absetzen, wenn diese dem Erscheinungsbild der gesamten Gruppe oder der Anlage in positiver Art und Weise gedient haben. Sobald die bauliche Maßnahme in einem Jahr abgeschlossen sind (und in den nächsten elf Jahren), können erhöhte Absetzungen in Anspruch genommen werden. Eine Absetzung kann lediglich dann in Anspruch genommen werden, wenn eine Bescheinigung nach dem gültigen Landesrecht vorliegt. Darin werden die erforderlichen baulichen Maßnahmen von Seiten der Behörde offiziell bestätigt. Wenn von Seiten der Behörde die Zuschüsse gewährt werden, so müssen diese auch genau beziffert werden.

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